Bereits erwähnt wurde das Hawala Finanzsystem. Dieses wurde erstmals im 14. Jahrhundert im vorderen und mittleren Orient dokumentiert und findet auch heute noch Anwendung. Beim Hawala Finanzsystem wird auf komplettes Vertrauen gesetzt. Die Person, welche das Geld ausgibt, übergibt den vereinbarten Betrag einem Händler (Hawaladar). Dieser hat Kontakt zu einem anderen Hawaladar, welcher sich an dem Ort befindet, an welchem sich die Person befindet, die das Geld empfangen soll. Der Hawaladar übergibt der Person die vereinbarte Geldsumme. Im Vorhinein wird jedoch ein Code zwischen dem Geldgebenden und dem Geldempfänger vereinbart, so dass die Hawaladare wissen, dass es sich um die richtigen Personen handelt.
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Bei einem Wechsel der Währung geschieht die Geldübergabe zu einem recht günstigen Wechselkurs, da bei dieser Form Bankgebühren und Steuern entfallen. Oft geschehen diese Überweisungen sehr schnell, so dass die Person die das Geld empfangen soll, nicht lange auf die gewünschte Geldsumme warten muss. Hawaladare müssen sich als Händler das volle Vertrauen ihrer Kunden verdienen und dürfen nicht mit illegalen Methoden auffallen, da sie sonst aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden und bei einem Betrug nicht mehr als Händler tätig sein dürfen.
Ein ähnliches System der Auslandsüberweisungen betreibt die Western Union. Diese ermöglicht einen schnellen weltweiten Geldtransfer. Der Service wird meistens von Migranten benutzt um Verwandten sowie Bekannten im Heimatland Geld zu schicken. Um den Geldtransfer anzustoßen, muss der Geldgebende z.B. seinen Ausweis oder eine Meldebescheinigung vorlegen und ein Formular ausfüllen, in welchem der Empfänger usw. hineingeschrieben wird. Dieses wird dann mit dem Geld zusammen abgegeben und man erhält eine Money Transfer Control Number, um die Transaktion gegebenenfalls zurückverfolgen zu können.
Anfallende Gebühren richten sich hierbei beispielsweise nach Geldsumme und Empfängerland. Der Empfänger des Geldes hat dann Zugriff auf das Geld, sobald er ebenfalls ein gültiges Dokument vorweist und den Geldgebenden mit Namen, Land und Geldsumme benennen kann. In Deutschland werden Überweisungen, zu welchen auch die Auslandsüberweisungen gehören von fünf Girokreisen geregelt. Hierzu gehören unter anderem das Postgironetz der Deutschen Postbank AG oder das Privatgiroverkehrnetz der Kreditbanken. Diese unterliegen den für Überweisungen verordneten gesetzlichen Bestimmungen im BGB.





