Geschichte des Girokontos

3. Dezember 2009Leave a reply

Girokonten sind bekannterweise nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Für die meisten Menschen bilden sie die Basis für Geldeingänge sowie Geldausgänge. Doch wie entstand dieses System, welches uns heute so bekannt ist? Das Girokonto hat eine lange Geschichte vorzuweisen. Bekannt sind die islamischen Hawala Finanzsysteme die im Jahr 1327 eine Form von Girokonten darstellten. Hier wurden Konten von Händlern bei gegenseitigem Handel genutzt. Im Spätmittelalter wurde dann ein dem Girokonto ähnliches System in Italien angewandt.

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Diese Form breitete sich dann im Laufe der Zeit in ganz Europa aus. In Deutschland begann die Geschichte des Girokontos damit, dass im 17. Jahrhundert die Hamburger Bank gegründet wurde. Im Nachzug betrieben weitere Hamburger Banken Girokonten, welche aber nur von Unternehmen in Anspruch genommen werden konnten und für normale Arbeiter nicht zugänglich waren. Die Gründung der Deutschen Reichsbank im 19. Jahrhundert änderte an dieser Situation ebenfalls nichts. Erst die Gründung der Deutschen Reichspost machte es den arbeitenden Bürgern möglich Girokonten zu nutzen. Doch dies stieß zunächst auf den Widerwillen der Regierung.

Erst über 30 Jahre später stimmt die Regierung zu und zahlreiche Postscheckämter nehmen in Deutschland den Betrieb auf. Ab 1960 verlangten dann immer mehr Unternehmen von ihren Arbeitnehmern sich ihre Löhne auf Girokonten überweisen zu lassen. Davor waren die sogenannten Lohntüten in Gebrauch. Löhne wurden in diesen ausgezahlt und alle laufenden Kosten wurden mit Bargeld ausgeglichen. Heutzutage kann man sich diese Form der Geldauszahlung gar nicht mehr vorstellen, da wir es mittlerweile gewohnt sind, dass Löhne auf das Girokonto überwiesen werden.

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